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Stoffwindeln in der Kita

Stoffwindeln in der Kita wären für alle Parteien theoretisch das Beste. Die Kinder profitieren von besonders hautschonenden natürlichen Stoffen und der Kindergarten reduziert sein ungeheures Abfallaufkommen enorm, wodurch wiederum Kosten reduziert werden. Doch welche Stoffwindeln eignen sich für das Wickeln in Fremdbetreuung und wie wird es am einfachsten gehandhabt? In diesem fantastischen Gastbeitrag klärt uns Anna von Low Waste Baby auf.

Kurz zur Person

Anna und ihr Mann Lars sind Eltern eines einjährigen Sohnes. Auf dem Land lebend bemühen sie sich trotz notwendiger Autofahrten und einem nicht vorhandenen Angebot an Unverpackt Läden so wenig Ressourcen wie möglich in Anspruch zu nehmen und Müll zu produzieren. Auf dem Blog Low Waste Baby regt Anna zum Nachdenken an und gibt nützliche Tipps, die jeder von uns in seinem Alltag umsetzen kann. 

Stoffwindeln in der Kita – nicht so einfach wie gedacht

Ein Kind mit Stoff zu wickeln, funktioniert zu Hause in der Regel gut. Auch Tagesausflüge oder kurze Urlaube stellen kein Problem dar, wenn man etwas Wickel- und Waschroutine hat. Stoffwindeln in der Kita zu nutzen, bedeutet hingegen keinen „Ausflug“ zu machen im Sinne von „für den einen Tag geht das schon“, sondern eine Entscheidung, der zuvor einige Überlegungen vorausgehen sollten:

1) Ist die Einrichtung/die Betreuungsperson damit einverstanden, Stoffwindeln zu benutzen? Und falls ja, wie viel Erfahrung gibt es damit?

2) Wie oft pro Woche können wir als Eltern neben dem Beruf etc. waschen?

3) Wie viele Windeln und welches Zubehör werden benötigt? Welche Stoffwindelart ist für Fremdbetreuer am einfachsten zu nutzen?

Stoffwindeln in der Betreuungssituation

Nicht alle Betreuungseinrichtungen haben Erfahrung mit Stoffwindeln oder sind bereit, damit zu wickeln. Deswegen ist es der erste Schritt, einmal nachzufragen, ob das Wickeln mit Stoff möglich ist. Wenn eine Einrichtung schon Kinder damit wickelt, kannst Du nachfragen, ob bestimme Windelarten bevorzugt oder ausgeschlossen werden und wie der Wickelprozess abläuft.

Falls Du bisher bspw. ein All-In-Three-System benutzt, kannst Du es zu Hause so gestalten, dass Du möglichst wenig waschen musst, indem Du jedes Mal zwar die Einlage, aber etwas weniger häufig die Wanne und nur hin- und wieder die Überhose in die Wäsche gibst. In der Kita wird eine benutzte Windel in der Regel ohne ein Trennen der Bestandteile entsorgt. Das bedeutet, dass man genauso viele Überhosen wie Einlagen benötigt, was bei dem in der Anschaffung meist recht teuren All-In-Three-System nicht wirtschaftlich ist.

Wenn Überhosen also genauso häufig gewaschen werden müssen wie Einlagen, ist auch ein All-In-Two-System nicht von Vorteil, da die Beschichtung der Überhose (beim All-In-Three-System ist es die Wanne) bei jedem Waschen leidet und man mehr Überhosen benötigt als man zu Hause benutzen würde. Der Kosten- und Waschersparnisvorteil, den man beim All-In-Two-System hat, wäre daher hinfällig. Wenn Du dennoch mit Überhose und Einlage wickeln möchtest, solltest Du abklären, ob die Betreuungseinrichtung/die Betreuungsperson damit Erfahrung hat, denn ohne Übung verrutschen die Einlagen gerne etwas und das Kind wird nass. Wollüberhosen eignen sich übrigens nicht für die Kita, weil im Wet Bag Verschmutzung auf die Überhosen gelangen kann und Wolle dann nach jeder Nutzung von Hand gewaschen und evtl. gefettet werden müsste.

Windeln in der Kita

Die besten Windelsysteme – die Übersicht

Für fremde Wickler eignen sich am besten Windelsysteme, bei denen die Windel komplett in den Wet Bag gegeben werden kann und bei denen die Einlagen nicht verrutschen können: All-In-Ones oder Pocketwindeln. All-In-Ones sind sehr anwenderfreundlich, da nichts verrutschen kann. Allerdings ist das Saugvolumen fest vorgegeben. Im Kleinkindalter müssen deshalb häufig Zusatzeinlagen hinzugefügt werden, die, wenn sie nicht zwischen Einlage und Außenwindel verstaut werden können, auf die innere Seite der Windel gelegt werden müssen. Dort verrutschen sie gerne. Sofern ein Kind keine Zusatzeinlagen benötigt, sind All-In-Ones perfekt, zumal sie weder vor dem Waschen in Einlagen und Überhosen getrennt noch nach dem Waschen wieder befüllt werden müssen.

Wenn Du bereits einige Einlagen zu Hause hast und/oder Dein Kind ein „Vielpiesler“ ist, eignen sich Pocketwindeln am besten, da der Bedarf an Saugenlagen sehr individuell angepasst werden kann. Wer möchte, kann zu Pocketwindeln greifen, die ein Innenmaterial haben, das Nässe gut weiterleitet, sodass das Kind auch bei längeren Wickelintervallen ein weniger nasses Gefühl auf der Haut hat. Ein Nachteil bei Pockets gegenüber All-In-Ones ist, dass es immer zwei Waschladungen gibt: eine mit Überhosen und eine mit Einlagen.

Daran sollte unbedingt gedacht werden

Bei der Wahl der Windel, bzw. der Einlage, sollte bedacht werden, dass ein Kind in der Kita aus Zeitgründen meistens nicht so häufig gewickelt werden kann. Darum sollten die Einlagen entsprechend saugfähig sein und ein Wickelintervall überstehen, das fast dem einer Wegwerfwindel gleicht. Wenn Dein Kind über den Tag verteilt gleichmäßig trinkt, sollten alle Windeln gleich saugstark sein. Wenn es zyklisch trinkt, muss die Füllung der Überhose darauf ausgerichtet sein. Evtl. vermerkst Du dann die Reihenfolge der Windeln, in der sie benutzt werden sollen.

Ob Windeln mit Snap-Verschluss oder welche mit Klettverschluss besser sind, ist Geschmackssache. Ein Klettverschluss kommt der Wegwerfwindel am nächsten. Snaps haben dafür den Vorteil, dass sich jemand, der beim richtigen Anbringen der Windel unsicher ist, an den Snaps orientieren kann.

Da in der Kita wenig Zeit zum Wickeln ist, solltest Du die Windeln immer vorbereiten, also die Saugeinlagen und die Vlieseinlage schon zu Hause in der Überhose verstauen. Wenn es in der Betreuungseinrichtung baulich oder zeitlich nicht möglich ist, Stuhlgang aus der Windel zu entfernen, dann ist das so. In so einem Fall solltest Du verschmutzte Windeln zu Hause gleich auswaschen, bevor unschöne Flecken entstehen.

Ergänzend zu den Windeln benötigst Du noch Wet Bags, in denen die gebrauchten Windeln gesammelt und mit nach Hause genommen werden können. Wenn Du möchtest, kannst Du darüber hinaus feuchte Waschlappen vorbereiten und diese in einen kleinen Wet Bag oder eine Dose legen, sodass keine Einwegfeuchttücher benutzt werden müssen. Trotzdem ist es für die Betreuungssituation immer hilfreich, für den ungeplanten Bedarfsfall Wegwerffeuchttücher (und auch Wegwerfwindeln) bereitzulegen.

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Wie viele Windeln benötigt man für die Betreuung?

Das hängt zum einen von der Dauer der Kinderbetreuung und zum anderen von der Dauer der Waschintervalle ab. Je kürzer Dein Kind in der Kita ist und in je kürzeren Abständen Du waschen kannst, desto weniger Windeln brauchst Du. Bedenke bitte unbedingt, dass Windeln nicht nur Zeit zum Waschen, sondern auch Zeit zum Trocknen benötigen. Eine Art Wochenplan kann Dir einen Überblick darüber geben, wie viele Windeln Du benötigst und wann Du waschen und Windeln in der Kita nachfüllen musst. Ob Du besser täglich neue Windeln bringst oder einmal/zweimal wöchentlich, musst Du für Dich ausprobieren.

Hier siehst Du einen beispielhaften Wochenplan für ein Kind, das fünfmal in der Woche betreut wird, davon dreimal halbtags und zweimal ganztags:

   

Waschtag

Trocknen

 

Waschtag

Trocknen

 
 

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

Kind bringen

Feuchttücher machen und bringen

 

 

Feuchttücher machen und bringen

 

   
 

vormittags

Windelwechsel

Windelwechsel

Windelwechsel

Windelwechsel

Windelwechsel

   

Mittagszeit

 

Windelwechsel

 

Windelwechsel

 

   

nachmittags

 

Windelwechsel

 

Windelwechsel

 

   

Kind holen

Neue Windeln bringen, Alte mitnehmen

Neue Windeln bringen, Alte mitnehmen

Neue Windeln bringen, Alte mitnehmen

Neue Windeln + Feuchttücher bringen, Alte Windeln mitnehmen

Neue Windeln bringen, Alte mitnehmen

   
 

In diesem Beispiel bräuchtest Du acht Windeln, da die Windel, die am Freitag gewechselt werden würde, am Mittwoch gewaschen, am Donnerstag getrocknet und am Freitag in die Kita mitgebracht werden könnte. Damit nichts schief geht, wären aber neun Windeln zu empfehlen. Außerdem sind vier mittelgroße Wet Bags erforderlich, da drei davon am Donnerstag noch trocknen werden. Für die Feuchttücher benötigst Du entweder zwei Dosen oder zwei, bzw. mit Zeit zum Trocknen, drei Wet Bags.

Wie Du siehst, ist das Wickeln mit Stoff in der Fremdbetreuung gut möglich. Allerdings ist die Zustimmung der Betreuungsperson/Einrichtung sowie eine gute Organisation erforderlich. Dann kann es allen viel Freude bereiten, die süßen Muster an den Windelpopo anzulegen. Was Du nicht vergessen solltest: Du benötigst natürlich auch noch Windeln für zu Hause. 😉

Möchtest Du mehr über Anna, ihre Arbeit und ihre wunderbaren Ideen erfahren? Dann schau Dir unbedingt ihren Blog Low Waste Baby an. DIY und Zero Waste Ideen wechseln sich mit sehr nützlichen Tipps zum Thema Stoffwindeln ab. Ein Besuch lohnt sich, viel Spaß.

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